
Bundeswirtschaftsministerium unterzeichnet Absichtserklärungen zum CO2-Export mit Dänemark und den Niederlanden
Frank Wetzel, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), hat Anfang Oktober in Berlin zwei Absichtserklärungen zum CO2-Export mit Dänemark und den Niederlanden unterzeichnet. Anlass war der erste Strategische Dialog des Carbon Management Forums, auf dem rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die Umsetzung von Carbon Capture Storage and Utilization (CCU/S) in Deutschland beraten haben.
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Mai 2026 initiierte Forum bündelt die Expertise der Akteure, trägt zur besseren Koordinierung entlang der Carbon Management-Wertschöpfungskette bei und erarbeitet wichtige Handlungsempfehlungen für den CCU/S-Markthochlauf in Deutschland.
Staatssekretär Wetzel: „Damit Carbon Management von der Idee zur Realität wird, braucht es heimische CO2-Speicher und grenzüberschreitende Partnerschaften. Durch die mit Dänemark und den Niederlanden getroffenen Vereinbarungen zum CO2-Export senden wir das klare Signal, dass wir den erfolgreichen Hochlauf von CCU/S in Deutschland weiter vorantreiben wollen. So können wir einen wirksamen Beitrag dazu leisten, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie langfristig und nachhaltig stärken. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiierten Carbon Management Forums sorgen wir für die notwendige verstärkte Koordination, Kooperation und politische Unterstützung entlang der CCU/S-Wertschöpfungskette.“
CCU/S ermöglicht es Unternehmen, schwer vermeidbare CO2-Emissionen abzuscheiden, wirtschaftlich zu nutzen oder dauerhaft zu speichern. Damit leistet die Technologie einen entscheidenden Beitrag für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie, die auf verlässliche Dekarbonisierungspfade zur Vermeidung steigender CO2-Kosten angewiesen ist.
Mit der Novelle des Kohlendioxid-Speicherung-und-Transport-Gesetzes (KSpTG), der Anpassung des Hohe-See-Einbringungsgesetzes (HSEG) sowie der Ratifizierung von Artikel 6 des Londoner Protokolls hat die Bundesregierung bereits die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen für den Hochlauf von CCU/S in Deutschland geschaffen. Ein nächster wichtiger Meilenstein zur Unterstützung der Industrie ist der geplante Aktionsplan Carbon Management, der derzeit im BMWE erarbeitet wird.
Dieser soll auch die ökonomischen Herausforderungen in den Blick nehmen und zahlreiche Maßnahmen in den Bereichen CO2-Abscheidung, -Transport, -Speicherung und -Nutzung vorsehen und damit den Hochlauf von CCU/S in Deutschland weiter unterstützen.
Im Detail zum Carbon Management Forum
Das vom BMWE gestartete Carbon Management Forum (CMF) ist die größte deutsche Plattform für den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft entlang der CCU/S-Wertschöpfungskette. Das CMF berät zu aktuellen Herausforderungen im Bereich Carbon Management und vereint derzeit die Expertise von rund 200 Personen aus mehr als 120 Organisationen. Die Arbeit der CMF-Teilnehmenden ist lösungsorientiert und dient der praxisnahen Begleitung des Hochlaufs von CCU/S.
Seit seiner Gründung im Mai 2026 haben die vier Arbeitsgruppen des CMF (Quellen, Transport, Speicherung, Nutzung) sowie eine Taskforce zum Thema De-Risking und Investitionssicherheit Lösungsvorschläge für die wichtigsten Herausforderungen erarbeitet. Darunter sind u. a. Vorschläge für zielgerichtete Förder- und Absicherungsinstrumente zur Risikominimierung beim Aufbau einer CO2-Infrastruktur.
Quelle: https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2026/10/20261007-absichtserklaerungen-co2-export.html


















